Either mathematics is too big for the human mind or the human mind is more than a machine.

Von Mandelbrot zu Mandelbulb – Fraktalgeneratoren

Hier einige Informationen zu den Programmen, mit denen ich am liebsten Fraktale erstelle:

WinCIG ist Freeware – hurra! Das Programm könnt Ihr bei Thomas Hövel downloaden. Es ist nur 299 KB groß, leicht zu installieren und noch leichter zu bedienen. Ich habe manchmal stundenlang die Tasten F12 (zufälliges Vergrößern eines Bildausschnittes) und F7 (Wechsel der Farbpalette) malträtiert und mich von den Ergebnissen faszinieren lassen.

Fractal Explorer  ist ebenfalls Freeware, ursprünglich eine ukrainische Erfindung. Unter www.fractal-explorer.com gibt es nicht nur das Programm (4 MB) sondern auch eine kleine Einführung in die Welt der Fraktale – inklusive einer Anleitung zum Bau von Fraktalen in Minecraft … 😀

Apophysis ist ein Programm mit Suchtpotential. Flammen, Galaxien, Fragmente von Träumen … alles ist möglich! Wer’s nicht glaubt und selbst versuchen möchte: bei apophysis.org.

Incendia ist ebenfalls Freeware, wobei ich finde, dass dieser Fraktalgenerator auf jeden Fall eine kleine Spende an den Erfinder Wert ist. Die aktuelle Version Incendia EX VI Release 4 steht zum Download auf incendia.net bereit.

Mandelbulb 3D bietet faszinierende Reisen durch die Welt der dreidimensionalen Fraktale und bietet für alle, die technisch versiert genug sind (ich bin es leider nicht) genau wie Incendia in letzter Konsequenz sogar die Möglichkeit, das Fraktal in eine 3D-Drucker-taugliche Print-Datei umzuwandeln. Zum Download, Kunstgalerien und Tutorials lädt Mandelbulb.com ein.

incendia apophysis

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl an Programmen. Wer mehr braucht, einfach mal suchen nach:

  • Chaoscope
  • Chaospro
  • Fractal ViZion
  • JWildfire
  • Sterlingware
  • Ultrafractal
  • Xaos


je suis charlie?

“je suis charlie” – das war wohl das Hauptthema der vergangenen Woche …

Ein islamisch motivierter Terroranschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift “Charlie Hebdo”, der zwölf Menschen das Leben gekostet hat und sowohl in der “realen” Welt als auch im Netz eine Welle der Entrüstung und unzählige Solidaritätsbekundungen ausgelöst hat.
Ich habe gesehen, wie bei twitter unter dem tag #jesuischarlie pro Sekunde über einhundert Posts eingingen. Und auch jetzt noch, während ich das hier schreibe, sind es gut zwei pro Sekunde.

#jesuischarlie hat es zu einer zweifelhaften Berühmheit gebracht. Es ist der populärste Hashtag, den es bisher auf twitter gegeben hat.

Weltweite Verteilung derTweets mit dem Hashtag #jesuischarlie
Weltweite Verteilung derTweets mit dem Hashtag #jesuischarlie

Wir fühlen uns betroffen. Nicht einmal ich möchte (und kann) mich davon ausschließen. Ich habe mich von dieser Welle mitreißen lassen, genau so wie zu Weihnachten 2004, als eine Tsunami-Welle im Indischen Ozean 230.000 Menschen in den Tod gerissen hatte.
Wir fühlen uns betroffen und wir sind betroffen. Und das ist auch gut so.

Aber – ganz ehrlich – lassen wir ein paar Tage oder Wochen ins Land gehen. Betrifft es uns dann immer noch?

Vielleicht ein weing mehr als die noch immer in Westafrika grassierende Ebola-Epidemie, weil Frankreich nun mal im Herzen Europas liegt und Afrika “weit weg” ist. Und weil es sich bei Charlie Hebdo um einen Anschlag auf ein von uns hoch geschätztes Menschenrecht – das Recht auf freie Meinungäußerung – handelt.

Aber vielleicht haben wir unsere Betroffenheit auch schon wieder ganz bequem zu den Akten gelegt. Gleich neben unsere Empörung über die globale Überwachung durch die NSA, unsere Enttäuschung über den ergebnislosen Klimagipfel in Lima und unser Entsetzen über den Absturz (Abschuss) eines Passagierflugzeugs über der Ostukraine.

ISIS, Pegida, Ferguson … ja, da war mal irgendwas …

Und noch während ich hier darüber nachdenke, ob sich dieser ganze Betroffenheitswahn um Charlie Hebdo nicht einfach verselbständigt hat, stellt jemand auf Twitter eine ausgezeichnete Frage:

Wer zählt eigentlich die anderen Terroropfer?
Wer zählt eigentlich die anderen Terroropfer?

Wer weiß von und weiß, wo Soma liegt?
Und wer weiß noch, wie das Halbfinale der Fussball-WM 2014 ausging?

Wozu braucht der Mensch ein Blog?

Ich habe nicht die geringste Ahnung … Wozu braucht der Mensch ein Blog? Wozu brauche ich eins?

Wenn man bedenkt, dass mein letzter Eintrag fast sechs Jahre zurück liegt; und dass ich auch fast sechs Jahre lang völlig vergessen hatte, dass ich überhaupt ein Blog habe; und dass meine letzten Posts ja auch nicht unbedingt spannend oder sinn- und gehaltvoll waren …

Wozu braucht man ein Blog, wo es doch Twitter gibt und man sich hier schon der ganzen Welt mitteilen kann?
Hmmm … man kann es auf Twitter nicht in der vollen, epischen Breite tun.  Das wäre vielleicht ein Argument und ist irgendwie auch der Grund dafür, weswegen sich die Designs meines Blogs und meines Profils bei Twitter ähneln. Nun ja, und ich vermute, dass auch beide Profile ein ähnliches, weiterhin weltabgewandtes Schicksal teilen werden.

Aber was soll’s. Ich habe das Dings nun mal “an der Backe”. Also versuche ich mal einen Neuanfang. Womit und wie auch immer. Vielleicht finde ich ja doch noch heraus, wozu ich ein Blog brauche …